Achtung unbequem!

Achtung unbequem
Wenn Du mich schon ein bißchen kennst, dann weißt Du, dass ich oft sehr klar und direkt bin – und damit manchmal ganz schön unbequem 🙂
Heute ist wieder so eine Gelegenheit, also sag nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt 😉

Diesmal geht es darum, ehrlich zu sein. Radikal ehrlich. Und zwar mit dir selbst.

Wir schauen uns Dinge an, die Du gerne in Deinem Leben hättest, aber – vielleicht trotz vieler Bemühungen – noch nicht realisiert hast.

Hast Du so was? Vielleicht möchtest du schon lange einen (neuen) Mann oder Job oder eine andere Wohnung oder …? Ja? Fällt Dir dazu was ein?
Super.

So, Dinge manifestieren sich nicht immer sofort. Ein bißchen Geduld ist also durchaus angemessen. Wenn Du aber schon Monate oder vielleicht sogar Jahre lang vergeblich versuchst, etwas in Dein Leben zu holen und es ist immer noch nicht da, dann lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen. Vielleicht hast Du sogar schon in Bücher oder Kurse investiert, um zu lernen, wie man richtig manifestiert?!
Und es scheint einfach nicht zu klappen?

Ok, dann ist jetzt der Moment gekommen, so es ans Eingemachte geht.

Ich unterstelle Dir: das, wonach Du Dich sehnst, willst Du nicht wirklich.


(ich höre Dein entsetztes Aufschreien „Natürlich will ich das!“)

Die Sache ist die: bewusst möchtest Du vielleicht den Mann, den Job, die Wohnung. Wenn sich genau das aber – vielleicht sogar trotz vieler Bemühungen – immer noch nicht in Deinem Leben gezeigt hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es einen Teil in Dir gibt, der eben genau das nicht möchte. Und offensichtlich hat dieser Aspekt in Dir bisher die Oberhand gehabt. Denn Kreation ist (k)eine Zauberei – Du kannst alles kreieren, wenn Du es wirklich willst. Offensichtlich willst Du nicht wirklich…

Was meine ich damit?

Ich gebe Dir ein ganz persönliches Beispiel:

Seit über 3 Monaten lebe ich quasi als Nomadin. Meine alte Wohnung aufgelöst, meine Sachen eingelagert und seitdem mal hier mal da. Natürlich kann ich alle möglichen schlauen Gründe aufführen, warum das so ist. Fakt ist: ich habe aktuell keine feste Wohnung. Und natürlich hätte ich gerne ein. Oder doch nicht?
Es wäre ziemlich irrsinnig, andere Menschen zu coachen, wenn ich die gleichen Tools nicht bei mir selbst anwenden würde.
Also: „Liebe Carolin, Wahrheit, möchtest du überhaupt eine neue Wohnung?“ – Erste, spontane Antwort: „Nein!“. Klong.
Na bravo, denk ich mir. Was soll das denn jetzt?! Mutig wie ich bin, stelle ich also weitere Fragen und begebe mich in die Tiefen meines Unterbewusstseins ;-). Zutage kommen Dinge wie „Wenn ich eine feste Wohnung hab, bin ich nicht mehr flexibel. Dann muss ich mich festlegen und kann nicht mehr alles haben. Dann fühle ich mich gebunden.“ Und, und, und. Um Dir nur einen kleinen Einblick in meine Psyche zu geben.
Das Tolle ist: jetzt weiß ich, warum ich grad keine Wohnung hab und die Suche bisher nicht erfolgreich war. Und jetzt kann ich weitere Fragen stellen, herausfinden, was ich wirklich will und den ganzen Krempel an hinderlichen Ansichten und Überzeugungen, die ich mir da zusammen gesponnen hab ausmisten. Übrigens hole ich persönlich mir gerade in solchen Fällen Unterstützung anderer Coaches oder Facilitatoren 🙂

Zurück zu Dir.

Bist Du bereit, ehrlich zu Dir selbst zu sein?

Dann habe ich ein paar Fragen für Dich. Versuche sie nicht, mit deinem Verstand zu beantworten (wenn der „Recht“ hätte, hättest du ja schon alles, was Du vermeintlich willst, oder?), sondern schau, welche Antworten und Gefühle ganz spontan aus Dir aufsteigen.
Bereit? Also, denke an das, was Du gerne in Deinem Leben hättest und stelle Dir diese Fragen:

  • Was ist der Preis, den ich dafür zahlen müsste, XY zu haben? Bin ich wirklich bereit dazu?
  • Wahrheit, will ich wirklich den neuen Job/Mann/Auto/XY haben?
  • Welche Ansichten habe ich darüber, was es bedeutet XY zu haben? Sind sie wirklich zutreffend?
  • Angenommen, es gibt einen Teil in Dir, der XY nicht möchte – warum hätte er etwas dagegen?

Du wirst vielleicht nicht beim ersten Durchlesen dieser Fragen die Erleuchtung finden. Aber ich garantiere Dir, wenn Du sie ein paar Mal stellst und wirklich offen bist für die Antworten (auch wenn sie unbequem sind), dann wirst Du deutlich schlauer werden 😉

Belüg‘ Dich nicht selbst. Es lohnt sich nicht 😉

Alles Liebe,
Carolin

(Übrigens habe ich gerade eben, als ich diesen Text schreibe, einen Wohnungsbesichtigungstermin für’s Wochenende ausgemacht…;-))

 

 

One comment

  • liebe carolin, du bist einfach eine nummer, immer den nagel auf den kopf. hat heut mal wieder perfekt gepasst. danke für die erinnerung an die fragen…..hab sie gleich einmal gestellt und mich selbst beim schwindeln ertappt. und gleich noch einmal gestellt….bin gespannt, was da alles noch an wahrnehmung auftaucht. vielen dank und viel spaß bei der wohnungsbesichtigung. ps: ich bin auch auf suche bzw. findung eines neuen coolen zuhauses. herzensgrüße angie