Der Schein trügt.

Es könnte alles so schön sein.

Je nach Geschmack

  • hast du eine schicke Wohnung oder ein Häuschen
  • im Grünen, am Meer oder in der Großstadt,
  • arbeitest ein paar Stunden pro Tag oder auch pro Woche,
  • indem du genau das tust, was du liebst mit den perfekten Kunden
  • und auf einer Welle des nie endenden Erfolgs surfst
  • und ansonsten genießt du sehr viel Zeit für dich, deine Liebsten und deine Hobbies.

Und natürlich wandern die Kröten währenddessen von ganz alleine in Scharen auf dein Konto.

Alles ist möglich.
Du hörst an allen Ecken und Enden vom richtigen Manifestieren, davon, wie du dir das Leben deiner Träume kreierst und, dass du bloß nicht aufhören sollst, nach „mehr“ zu fragen.
Nicht zuletzt stehe ich selbst mit jeder Zelle meines Körpers dafür, dass ein absolut erfülltes und stimmiges Leben möglich ist. Für jeden von uns.

Und dennoch wird es allerhöchste Zeit, die Kehrseite der Medaille zu beleuchten.

Die da lautet: Der Schein trügt.

Denn all das ist zwar möglich und natürlich auch für dich. Aber vor das Happy End hat der liebe Gott eine unbequeme Wahrheit gesetzt:

Du bist noch nicht bereit dafür.

What?!?!

“Maßt sie sich jetzt an, mir zu sagen, was ich auf dem Kasten habe und was nicht?”

Mitnichten.

Fakt ist, wenn du aktuell noch nicht das Leben deiner Träume lebst, dann bist du noch nicht bereit dafür.

Und zwar deshalb:
Theoretisch sind wir alle in der Lage innerhalb kürzester Zeit Situationen zu verändern und Dinge zu manifestieren. Das hast du sicherlich selbst schon erlebt.

Da fiel eine neue Wohnung plötzlich quasi vom Himmel. Oder ein wundersamer Geldfluss hat dich aus einer finanziellen Klemme erlöst.

Im Prinzip kannst du dir auf diese Art und Weise dein ganzes Leben so kreieren, wie du es gerne hättest. Die Tatsache, dass du bis hierher gelesen hast, lässt darauf schließen, dass genau das bisher noch nicht so richtig funktioniert hat oder du zumindest noch nicht ganz da bist, wo du gerne wärst.

Und das liegt an dir.

Genauer gesagt hat es mit zwei entscheidenden Faktoren zu tun:

1. Deine Matrix ist noch zu klein

Alles, was du dir wünschst ist verbunden mit dem Erleben einer gewissen Intensität.
Das Leben deiner Träume, an deinem Traumort mit deinem Traumpartner zu leben, bringt starke Gefühle wie Freude, Zufriedenheit, Dankbarkeit, Verbundenheit, Liebe etc. mit sich.
„Das ist doch toll, genau das will ich haben!“, sagst du jetzt vielleicht. Stimmt. Das Problem ist nur, dass du es nicht gewohnt bist, diese Intensität wirklich zu halten. Noch dazu über einen längeren Zeitraum.

Das kannst du ganz einfach für dich überprüfen:
Stell dir mal vor, du hättest tatsächlich all das, was du dir erträumst: Wohnung/Haus am Meer oder im Grünen, vielleicht mehrere Wohnsitze, jegliche Freiheit zu reisen, den perfekten Mann bzw. die perfekte Frau an deiner Seite, du wärst rundum gesund und würdest (nur) genau das tun, was du liebst – mit jeder Menge Kohle auf dem Konto.
Spür mal rein, wie sich das anfühlt. Lass auch die Gefühle zu dieser Vorstellung hoch kommen.
Ganz schön intensiv, oder? Was glaubst du, wie lange du dieses Glück halten könntest? Ein paar Minuten, Stunden oder sogar Tage?
Sicherlich nicht für lange.

Oder andersrum:
Wann war die beste Zeit deines Lebens?
Auf einer Skala von 0 bis 100 – zu wieviel Prozent hat diese Phase dem Leben entsprochen, das du dir jetzt für die Zukunft erträumst?
Und wie lange hat diese „beste Zeit“ angehalten? Tage, Wochen oder gar Monate?
Und dann ist etwas passiert (eine Trennung, ein Jobwechsel, eine Erkrankung), was die Glücksgefühle schnell wieder auf ein Normalmaß reduziert hat. Richtig?

Es klingt paradox, aber wir haben (noch) nicht die Matrix, um die Intensität an Glücksgefühlen halten zu können, die das Leben unserer Träume mit sich bringen würde. Du magst – durch Zufall oder Kreation – mal für einen kurzen Moment einen Vorgeschmack bekommen haben, aber dann ist schnell etwas passiert, was dich wieder zurück auf den Boden der Tatsachen geholt hat.
„Hedonistische Tretmühle“ nennt man dieses Prinzip in der Fachsprache. Und das klassische Beispiel sind all die Lottogewinner, die nach kurzer Zeit wieder genauso dastehen wie vor dem großen Los (oder sogar schlechter).

Sehr gut beschreibt diese Zusammenhänge übrigens Gay Hendricks in seinem Bestseller „The Big Leap“.

Und dann gibt es da noch einen anderen Grund, warum du noch nicht da bist, wo du gerne wärst:

2. Dir fehlt das Know-How

Was du anstrebst ist zum Großteil im Moment fremdes Terrain für dich, du kennst dich dort nicht aus.
Du weißt aktuell noch nicht, wie man ein Haus in Portugal kauft und welche Gesetze und Regeln dort gelten.
Du hast keine Ahnung, wie du das ganze Geld, das du gerne hättest anlegen würdest und was da alles an Steuern und Bürokratie auf dich zukommen würde.
Du hast keinen blassen Schimmer davon, wie du die Fülle von Kunden bedienen könntest und welche Technik dazu nötig ist, um dir das Einkommen zu bescheren, von dem du träumst.
Du hast nie gelernt, vor vielen Menschen, Radio-Mikrophonen oder TV-Kameras zu sprechen, wie (sehr) erfolgreiche und berühmte Menschen es tun.
Du weißt nicht, wie man dauerhaft eine wirklich glückliche und erfüllende Beziehung aufrechterhält.

Natürlich kannst du all das lernen!
Aber genau das ist der Punkt: du musst es eben lernen. Schritt für Schritt. Du kannst dieses Wissen und diese Erfahrung nicht einfach in einem Wochenend-VHS-Kurs erwerben. Und genau deshalb setzt dir das Universum nicht von heute auf morgen das Leben deiner Träume in vollem Umfang vor die Nase. Du wärst völlig überfordert und würdest mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vieles (alles) schnell wieder vermasseln.

Um es auf den Punkt zu bringen (und mich extrem unbeliebt bei dir zu machen):

Das Leben deiner Träume zu kreieren braucht Zeit.
Nicht, dass es nicht schnell ginge. Aber du hast eben eine begrenzte Kapazität für eine gewisse Größe an Quantensprüngen 🙂 Mehr geht (im Moment) nicht.

Meine Take-Away-Message für dich:

1. Übe dich eifrig darin, die Matrix für exorbitant intensive, positive Gefühle aufzubauen!
Wie ein Sportler, der auf den Marathon trainiert, kannst du deine Glücksgefühl-Muskulatur trainieren, um längere Strecken locker zu meistern 😉
2. Erlaube dir, Step-by-step zu gehen und unterwegs genau das zu lernen, was du für den nächsten Schritt brauchst. So entwickelst du dich organisch und legst automatisch ein stabiles Fundament, um den erreichten „Erfolg“ auch langfristig halten zu können.

„Die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können – und unterschätzen, was sie in einem Jahrzehnt erreichen können.“

 

~ Tony Robbins

In diesem Sinne: Alles ist möglich. Bleib dran!

Herzlichst,
deine Carolin

 

P.S.: Wie du diese Matrix aufbaust? Meine Lieblingsübung dazu ist folgende:
Du setzt dich an einen Ort, an dem du ungestört bist (ich sitze zum Beispiel jeden Morgen für 15-45 Minuten auf meinem Meditationskissen) und gehst dann gedanklich in die Situation, die du gerne kreieren möchtest (das kennst du schon, ich weiß). Dein Fokus liegt jetzt auf der Intensität von Gefühlen, die damit verbunden sind. Du lässt diese Energien immer stärker werden, machst dich groß und richtest deine Aufmerksamkeit darauf, diese Intensität auszuhalten. So kannst du den Pegel von Tag zu Tag, von Woche zu Woche nach oben schrauben. Du wirst merken, dass dein Alltag dir immer mehr Gelegenheiten gibt, das Geübte in die Tat umzusetzen ;-).

authentisch-selbstbewusst-schmal

7 comments

  • wow, ganz toller Artikel, liebe Caroline
    etwas was gar nicht so einfach ist zu erkennen, von dir in einfachen, lockeren Worten ausgedrückt. Gefällt mir sehr, sehr gut. Vielen Dank !

    • Carolin

      Ui, danke, liebe Anita! Hat auch ein paar Jährchen gedauert, bis ich das gecheckt und mir selbst dadurch mehr Zeit gegeben habe O:).
      Herzliche Grüße!
      Carolin

  • michaela Friedl

    Vielen lieben Dank für deine Blogs und Artikel liebe Carolin! Sie helfen mir sehr und kommen meist zur rechten Zeit! Danke

  • Maria Prummer

    Liebe Carolin,
    dieser Artikel trifft (mal wieder) voll ins Schwarze! Schon als Du vor einiger Zeit zum Thema Angst aushalten referiert hast fiel es mir wie Schuppen von den Augen und jetzt mit den positiven Gefühlen… Wir sind es tatsächlich nicht (mehr) gewohnt! Wie krass ist das denn!?
    Vielen lieben Dank – echt mega mega interessant und spannend 😘

  • Pingback: TOP-6 Unternehmerlinks KW 13/2017 | Vorbildunternehmer des Jahres 2016