Raus aus dem Hamsterrad – der einzige Grund, warum du’s nicht tust

Seit Wochen und Monaten, vielleicht sogar schon seit Jahren beherrscht ein einziger Satz deine Gedanken. Je mehr Zeit vergeht, desto aufreibender wird das ganze. Du kannst dir buchstäblich selbst dabei zuschauen, wie du dich immer und immer wieder im Kreis drehst:

“Ich würde so gerne, aber…”

Du versuchst deine innere Stimme zu vertrösten, in Wein zu ertränken oder mit Logik zu erschlagen. Doch Wahrheit lässt sich nicht leugnen. Du weißt eigentlich ganz genau, was zu tun ist.

Den Job kündigen.
Die Beziehung beenden.
Dich mit deinem Herzens-Business selbstständig zu machen.
You name it.

Und dennoch zögerst du. Und leidest weiter.

Aber warum nur?

“Natürlich aus Angst!”

Und schon kriecht dir dieses unangenehme Gefühl in die Knochen. Alles zieht sich zusammen und du möchtest am liebsten wieder das Thema wechseln.

Wie lange noch willst du wegschauen?
Wie lange noch willst du vor diesem diffusen Schreckgespenst davon laufen?

Bist du jetzt bereit, darüber hinaus zu gehen?

Lass uns die Sache ein bißchen genauer betrachten.
Wovor genau hast du eigentlich Angst?

Wenn du darüber nachdenkst, wirst du vermutlich feststellen, dass du das gar nicht so genau benennen kannst.
Davor, dass du unter der Brücke landest?
Dass alle dir wichtigen Menschen sich entsetzt von dir abwenden?
Dass  du elendig zu Grunde gehen wirst?

Bei allen Szenarien, die du jetzt vielleicht gedanklich durchspielst, wird dir schnell klar, dass ihr Eintreten wohl sehr unwahrscheinlich oder sogar unmöglich ist.

Das ist doch komisch, oder? Etwas bereitet dir wahnsinnig viel Angst und wenn du genauer hinschaust merkst du, dass diese Angst weder greifbar noch begründet ist. Und trotzdem blockiert sie dich oft genug und raubt dir den Schlaf.

Also was steckt da wirklich dahinter?

Im Grunde genommen geht es nur um eine einzige, fundamentale Emotion:

Die Angst, deine Sicherheit zu verlieren.

Im Moment fühlst du dich sicher dadurch, dass

  • du weißt, dass und wieviel Kohle jeden Monat auf deinem Konto landet
  • du routiniert deinen Job erledigen kannst und dich in deinem Gebiet auskennst
  • da jemand ist und du nicht alleine bist (du fühlst dich trotz Beziehung alleine? ok, das ist ein anderes Thema…)
  • du dich nicht zeigen und für deine eigene Wahrheit einstehen musst und so weiter.

Du befindest dich im Zentrum deiner Komfortzone. Dort weißt du wie der Hase läuft, (fast) alles ist vorhersehbar. Das gibt dir Halt und Sicherheit. Vermeintlich jedenfalls.

Daran ist nichts falsch, im Gegenteil. Das Bedürfnis nach Sicherheit ist eines der grundlegendsten Bedürfnisse des Menschen.
Das Problem entsteht dann, wenn es mehr Raum einnimmt als es sollte und andere deiner Werte wie Freiheit, Selbstverwirklichung, Abenteuergeist, Authentizität oder Nachhaltigkeit dabei drauf gehen.

Denn ebenso wie der Wunsch nach Sicherheit ist auch der Drang nach Abwechslung und Veränderung ein ganz natürliches, intrinsisches Bedürfnis des Menschen.

Du bist von Natur aus neugierig und wissbegierig.
Du strebst nach Wachstum und Entwicklung.
Du brauchst immer wieder neue Herausforderungen – zuviel Routine langweilt dich zu  Tode.
In dir steckt eine ganz ursprüngliche Kreativität, die einen Raum zur Entfaltung braucht.
In dir schlummern Ideen und Visionen, die nach Verwirklichung drängen.

Sicherheit hin oder her. Wenn diese elementaren Triebe und Kräfte unterdrückt werden, geht’s dir schlecht. Du bist unruhig, unzufrieden, unausgeglichen und hast das Gefühl, nicht dein Leben zu leben.

Und wie du unschwer erkennen kannst, sind die Wünsche nach Sicherheit und Abwechslung nicht so wahnsinnig gut miteinander vereinbar.

Was also tun?

Schritt Nummer eins: Du musst dir klar machen, dass du diese scheinbar widersprüchlichen Bedürfnisse in dir trägst und beiden gerecht werden musst, damit es dir gut geht. Sicherheit alleine langweilt dich und führt zu Stillstand. Ständig alles neu und anders ist andererseits für die meisten Menschen auf Dauer ziemlich anstrengend. Es braucht eine gute Mischung.

Wenn du jedoch  in letzter Zeit zuviel Routine in deinem Leben hattest und trotz viel Aktionismus irgendwie auf der Stelle trittst, stelle dir folgende Fragen:

  1. Was fühlt sich hier für mich nicht mehr stimmig an? Wo lebe ich gegen meine innere Stimme?
  2. Was will ich wirklich? Was müsste ich verändern, damit es mir wieder gut geht?
  3. Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte? Und wenn das eintritt, was wäre daran das schlimmste? Wie realistisch ist das wirklich?

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Fakt ist: im Hamsterrad zu rennen ist 1. eintönig, 2. auf Dauer sehr erschöpfend und 3. ein sehr kleiner Ausschnitt des Lebens, das dir eigentlich offen steht.

Mach dir klar, dass es wirkliche Sicherheit sowieso nicht gibt und die allermeisten deiner Ängste diffus und bei genauerer Betrachtung unbegründet sind.

Die unbequemste Tatsache jedoch ist diese:

An deiner Situation wird sich nichts ändern, solange du in deiner Komfortzone hockst.

Dein Leidensdruck wird sich weiterhin aufbauen – emotional, körperlich und seelisch – und irgendwann wird ein Tropfen mit einem Knall das Faß zum Überlaufen bringen. Willst du wirklich solange abwarten?

Ich weiß ja nicht, wie du das siehst. Ich persönlich habe keine (Lebens-)Zeit zu vergeuden. Wenn es mir mit irgendetwas nicht gut geht oder ich das Gefühl habe, meine Energie in die falschen Tätigekeiten oder Personen zu investieren, dann ändere ich diesen Zustand so schnell es geht. Ich werde aktiv, ergreife Maßnahmen und hole mir Unterstützung.
Mein Leben ist viel zu schade, um es vor sich hin dümpeln zu lassen.

Übrigens muss auch ich dabei permanent aus meiner Komfortzone raus und innere Grenzen überwinden. Das ist nicht unbedingt bequem, für keinen von uns. Aber wenn du mal einen Hauch der unbegrenzten Möglichkeiten zu spüren bekommen hast, die das Leben uns zu bieten hat, dann hält dich nichts mehr in deiner engen Box.

Wie lange willst du noch abwarten und darauf hoffen, dass die positive Veränderung irgendwann vom Himmel fällt?

Wie lange willst du noch dein überdimensionales Bedürfnis nach Sicherheit (und ist das überhaupt deines?) über all die Möglichkeiten, Abenteuer und Entwicklungschancen stellen?

Es gibt diese Momente, da muss man einfach die A…backen zusammenkneifen und den Schritt tun.

Hop oder Top. Hamsterrad oder Selbstbestimmung.

Es ist deine Wahl.

 

Alles Liebe,

deine Carolin

 

P.S.: Du schaffst den Absprung aus dem Hamsterrad nicht alleine? Kein Problem. Das ist etwas, wobei ich dir helfen kann. Buch hier ein kostenloses Möglichkeiten-Gespräch.