Warum du die Verantwortung zu deinem besten Verbündeten machen solltest

Woran denkst du, wenn du das Wort „Verantwortung“ hörst?
Vielleicht daran, etwas versemmelt zu haben, Schuld an etwas zu sein, gerügt und bestraft zu werden oder für etwas geradestehen zu müssen?

Die meisten Menschen haben eher negative Assoziationen mit diesem Begriff. Und das ist fatal. Und noch dazu völlig unnötig.

Deine Einstellung zum Thema „Verantwortung“ zu verändern ist absolut essentiell, um in deine Kraft zu kommen!

Warum?

Naja, wenn du Ansichten wie die oben genannten oder ähnliche darüber hast, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, wirst du dich wo’s nur geht davor drücken. Das mag zwar auf den ersten Blick bequemer erscheinen, kostet dich jedoch einen hohen Preis:

  • Du neigst dazu, dich zu verstecken und zurückzuziehen anstatt dich zu zeigen.
  • Du tendierst dazu, abzuhauen (energetisch wie physisch) anstatt präsent zu sein.
  • Du überlässt anderen die Entscheidung über Dinge, die dich und dein Leben betreffen.
  • Du bist verleitet, anderen die Schuld zu geben und steckst dann im Opfersumpf fest.
  • Du lässt passiv über die ergehen, was geschieht und hast keine Möglichkeit, aktiv etwas zu verändern.

Kurzum: Wenn du nicht bereit bist, Verantwortung zu übernehmen, überlässt du anderen das Steuerrad deines Lebens und verschmähst die enorme Schöpferkraft, die dir eigentlich zur Verfügung steht.

Darf ich dich an dieser Stelle zu einem Perspektivwechsel einladen?

Lass uns mal für einen Moment ein kleines Gedankenspiel machen: Was würde sich verändern, wenn du in jedem Moment die Verantwortung für dich und dein Leben übernehmen würdest?

Zuerst kommen dir vielleicht die weniger angenehmen Aspekte in den Sinn:
Du könntest niemanden mehr für deine missliche Lage verantwortlich machen.
Du hättest keine Ausreden mehr dafür, nicht das zu tun, was du gerne tun möchtest.
Du würdest dich nicht länger hinter Vorwänden und Ausreden wegstecken, sondern jederzeit Klartext reden und handeln.

Solltest du an dieser Stelle aussteigen und diesen Artikel wegklicken, wäre das nur allzu verständlich.

Du würdest allerdings die prunkvolle Kehrseite dieser Medaille verpassen.


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In jedem Moment zu 100% die Verantwortung für alles in deinem Leben zu übernehmen, öffnet dir nämlich Türen, die bislang mindestens fest verschlossen, zum Teil sogar unsichtbar waren:

Auf einmal spürst du die Kraft und die Macht, die damit verbunden ist, Schöpfer und Gestalter des eigenen Lebens zu sein. Zu Beginn ist da nur ein Hauch von Ahnung, dass du in der Lage bist, dein Leben zu lenken. Je öfter du dich in die 100%-ige erwachsene Verantwortlichkeit hinein begibst, umso stärker erlebst du die enorme Power, die dir dann zur Verfügung steht.

Du nimmst wortwörtlich dein Leben in die Hand und

  • triffst klar und selbstbestimmt deine eigenen Entscheidungen
  • gestaltest aktiv statt abzuwarten, dass es nicht allzu schlimm kommt
  • entdeckst, wieviel Spaß es macht, zu spielen, zu kreieren und auszuprobieren
  • bekommst mit jedem großen und kleinen Erfolgserlebnis mehr Selbstvertrauen
  • gewinnst eine tiefe Gelassenheit und Zuversicht, weil du weißt, dass du jederzeit alles verändern kannst

Wäre das lukrativ für dich?

Und was, wenn es gar nicht so gruselig ist, wirklich Verantwortung zu übernehmen?

Das größte Missverständnis in diesem Zusammenhang zu erkennen, wird dir die Sache erheblich leichter machen!

Verantwortung hat nichts, aber auch rein gar nichts mit Schuld zu tun!!
Das Konzept der Schuld ist in den meisten von uns sehr stark verankert. Man könnte fast meinen, unsere ganze Gesellschaft würde sich von Schuldgefühlen ernähren…
Aber ganz ehrlich: Was bringt es, wenn du dich schuldig fühlst? Was verändert es?

Genau: nichts. Sich schuldig fühlen, ist reine Zeitverschwendung.
Es geht nicht darum, schuld an irgendwelchen Fehlern zu sein und zum reuigen Sünder zu werden.
Vielmehr geht es im Kern um die folgenden drei Schritte:
1. Anerkennen, was ist.
2. Entscheiden, was du damit tust.
3. Aktiv handeln.

Da ist kein Hadern und Zaudern mit der Vergangenheit oder mit anderen beteiligten Personen oder den schrecklichen Umständen. Stattdessen erfolgt eine klare Bestandsaufnahme und gegebenenfalls eine Neuausrichtung.

Und so kannst du ganz konkret vorgehen:

1. Bestimme den Status Quo

Womit bist du gerade unzufrieden in deine Leben?
Und wem gibst du dafür die Schuld?

Beispiel:
Du bist unzufrieden in deinem Job, langweilst dich oder fühlst dich ausgenutzt.
Laut oder leise schimpfst du auf die blöde Firma, die faulen Kollegen, den inkompetenten Chef oder die unfreundlichen Kunden. Oder deine Eltern, die dich zu diesem Beruf gedrängt haben.

2. Übernimm die Verantwortung

Anerkenne, dass die jetzige Situation aufgrund früherer Entscheidungen (oder Nicht-Entscheidungen) von dir entstanden ist. Mache dir bewusst, dass es auf dem Weg dorthin immer wieder Weggabelungen gab, an denen du dich anders hättest entscheiden können.

In unserem Beispiel:
Anerkenne, dass es deine Wahl ist, dort zu arbeiten. Mache dir klar, dass du es bist, der/die jeden Tag auf’s Neue in dieses Büro stiefelt und sich auf diese oder jene Art behandeln lässt.

Dieser Schritt ist für viele Menschen der schwierigste. Wir sind es so sehr gewohnt, im Außen nach Gründen und Ursachen zu suchen.
Es ist völlig ok, wenn du es noch nicht schaffst, die volle Verantwortung für alles zu übernehmen. Aber dann mache dir bewusst: „Bei diesem Thema XY bin ich noch nicht bereit, wirklich die Verantwortung zu übernehmen“.
Und gehe dort in die Verantwortung, wo du es schon kannst.

3. Entscheide dich neu

Jeder äußeren Veränderung geht eine neue innere Entscheidung voraus (übrigens immer, auch, wenn die Entscheidung unbewusst war). Wenn dir etwas in deinem Leben nicht gefällt und du die Schnauze voll hast, triff bewusst die Entscheidung, etwas zu verändern. Das ist ein innerer Prozess, der ganz unscheinbar in deinem stillen Kämmerlein passieren kann.

In unserem Beispiel:
Du könntest entscheiden, mehr Abwechslung und Herausforderungen in deinen Arbeitsalltag zu bringen (wenn du dich langweilst).
Du könntest entscheiden, jetzt deine wahre Berufung zu finden (wenn du grundsätzlich mit deinem Job/Berufsfeld unzufrieden bist).
Du könntest entscheiden, dich nicht länger aufzuopfern und Ja und Amen zu sagen (wenn du das Gefühl hast, ausgenutzt zu werden).

4. Tue aktiv etwas anderes

Neue Ergebnisse bekommst du nur, wenn du anders handelst. Frage dich also: „Was kann ich verändern, um meine Entscheidung in die Tat umzustzen?“. Weitere Tipps zum richtigen Fragenstellen findest du hier.

Zurück zu unserem Beispiel:
Sprich mit deinem Chef und bitte ihn um neue, interessante Aufgaben.
Nimm eine Auszeit oder such‘ dir jemanden, der mit dir gemeinsam deine Bestimmung herausarbeitet.
Hol dir Hilfe, um dein Selbstvertrauen zu stärken und zu lernen Grenzen zu setzen.
Wenn du diese vier Schritte anwendest auf alle Situationen, in deinem Leben, in denen du unzufrieden bist, wirst du schnell Veränderungen bemerken.
Vermutlich wird es dir nicht sofort in allen Bereichen gelingen, wirklich die 100%-ige Verantwortung zu übernehmen. Hab ein bisschen Geduld mit dir und erinnere dich daran, was möglich wird, wenn du diesen Schritt gehst.

Gibt es Situationen, für die du nicht die Verantwortung übernehmen kannst und sollst?

Gute Frage, die immer wieder zu heftigen Diskussionen führt. Ich persönlich habe keine Lust, darüber zu streiten, ob „schlimme“ Dinge wie Missbrauch, Unfälle oder Tod geliebter Menschen auch auf einer eigenen Kreation beruhen.

Wofür du aber in jedem Fall immer die Verantwortung übernehmen kannst, ist deine Reaktion auf die Ereignisse in deinem Leben.
Und wenn Erfahrungen sich wiederholen (du zum Beispiel immer wieder belogen, ausgenutzt oder verlassen wirst), dann macht es durchaus Sinn, dafür die Verantwortung zu übernehmen und zu erkunden, welches Resonanzfeld du in dir trägst, dass diese Erfahrungen hervorruft.

Übernimm nicht eine Verantwortung, die nicht dir gehört!

Paradoxerweise neigen wir nicht nur oft dazu, Verantwortung zu vermeiden. Gleichzeitig fühlen wir uns für Dinge verantwortlich, die eigentlich gar nicht unsere Sache sind. Oder wie oft schon, hast du versucht Menschen zu helfen, die in Wirklichkeit gar nichts an ihrer Situation ändern wollten? Wo überall fühlst du dich schlecht, weil es jemandem nicht gut geht und meinst, etwas tun zu müssen? Wo suchst du als erstes den Fehler bei dir?

Übe dich darin, klar zu erkennen, was deine Verantwortung ist und was nicht. Für den ersten Fall: übernimm sie voll und ganz. Für den zweiten Fall: lass sie komplett los.

Deine volle erwachsene Verantwortung zu übernehmen ist nicht gleichbedeutend damit, die Welt zu retten. Es bedeutet jedoch, dein Leben zu retten und absolut, völlig präsent zu sein. Damit Dinge möglich werden, die vorher unvorstellbar waren.

Kneif die Arschbacken zusammen, es lohnt sich!

Herzlichst,

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4 comments

  • Guten Morgen, Carolin!
    Wow – genau auf den Punkt & right on time. Genau das, was ich für mich gerade verändere und in Anspruch nehme 🙂

    So schön, dass es dich gibt mit alledem, was du nach Aussen trägst!

    Merci und dickste liebe Grüße ♥,
    Jasmin

    • Carolin

      Prima!
      Danke für deine Wertschätzung! <3

      Ganz liebe Grüße zurück!
      Carolin

  • Claudia Margarita

    Liebe Carolin,
    eines der wichtigsten Themen !
    klasse und klar beschrieben von Dir, und mal wieder treffend auf den Punkt gebracht . . . .
    Ist gerade meine wichtigste Aufmerksamkeit.

    herzlichen Dank *
    Claudia Margarita