Wie du den Neid zu deinem Verbündeten machst

Es gibt in unserer Gesellschaft wohl kaum einen Gemütszustand, der so negativ besetzt ist wie der Neid. Auf andere Menschen, ihre Erfolge und Errungenschaften neidisch zu sein ist sowas von verpönt, dass Viele sich dieses Gefühl nicht mal sich selbst gegenüber eingestehen – geschweige denn, es Anderen gegenüber zuzugeben.

Heute möchte ich dich nicht nur einladen, dir deines Neides bewusst zu werden. Noch viel mehr geht es darum, das vollkommen unterschätzte Potential dieses Triggers zu nutzen!

Doch lass uns beginnen, wo die meisten von uns herkommen:

nämlich aus dem Sammelsurium an negativen Bewertungen über dieses Gefühl.
Wiktionary beschreibt Neid als einen „intensiven negativen Gefühlszustand“. Neid sei häßlich, böse und verderbe das Herz, sagt man. Kein Wunder also, dass wir uns so schwer damit tun, wenn diese Stimmung sich breit macht.

Um uns mit diesem Gefühl nicht auseinandersetzen zu müssen, haben wir uns diverse Strategien zurecht gelegt. Sie lassen sich zumeist in zwei Kategorien einteilen: Anklage oder Rückzug.
Bei der ersten Variante projizieren wir alle möglichen moralischen Verwerflichkeiten auf die andere Person. Wir empören uns über ihr unangemessenes Verhalten und beschreiben sie als egoistisch, arrogant oder faul. Wir sagen zum Beispiel: „Sie hält sich für was Besseres“ oder „Ihr wird das Geld in den Hintern geschoben“.
Alternativ gehen wir in die Defensive, fühlen uns unterlegen und, als ob wir nicht mithalten können. Wir entscheiden dann, der Andere sei einfach intelligenter, käme aus besseren Kreisen oder das Schicksal würde ihn bevorzugen.

Beide Reaktionsmuster haben eines gemeinsam: sie machen uns zum Opfer.
Du bist dann festgefahren in deinen Ansichten und hast keine Chance, etwas zu verändern.

Es gibt jedoch einen Schlag Menschen, die anders mit Neid umgehen.

Es sind die Personen, die ein erfolgreiches und erfülltes Leben führen, das stetig noch besser wird. Ihr Erfolgsrezept liegt unter anderem darin, sich den Neid zum Verbündeten zu machen.

Denn Neid an sich ist nichts Schlechtes. Er zeigt dir lediglich, was möglich ist und wonach du dich sehnst. Wenn du ihn richtig interpretierst, kann er ein enormer Katalysator für dich sein!

Hier eine kleine Übung für dich:

Suche drei Personen, die du kennst auf die du neidisch bist (jaaaa, dazu musst du dir erstmal eingesehen, dass du neidisch bist ;-)).
Was ist es jeweils an diesen Personen, was du beneidest? Ihr Selbstvertrauen, ihre Ausstrahlung, ihren Lebensstil, ihr Haus, ihre Klamotten, ihre Beziehung, ihr Geld?
Was macht das mir dir? Wie bist du gewohnt, darauf zu reagieren (Anklage oder Rückzug?).

Was, wenn du den Spieß jetzt umdrehst und den Neid zu deinem Verbündeten machst?

Wenn du anerkennst, was alles möglich ist.
Wenn du dich inspirieren und motivieren lässt.
Wenn du es zum Anlass nimmst, deine Begrenzungen im Denken auf den Prüfstand zu stellen und auch für dich, mehr in Betracht ziehst?

Neid kann ein gigantischer Motor sein!

Viele der Dinge, die ich in den letzten Jahren erreicht habe, waren ursprünglich initiiert von Neid. Ich habe jemanden gesehen, der etwas Tolles hat oder lebt und habe mir gesagt: „Das will ich auch!“. Und dann habe ich mich gefragt, was genau denn meine Version davon – und habe angefangen, die dafür nötigen Schritte zu gehen. Und so ist es auch heute noch. Neid habe ich umgemüntzt in Treibstoff.
Das macht erstens viel mehr Spaß und zweitens richtig coole Dinge möglich ;-).

Probier’s mal aus!

Alles Liebe,

 

Du möchtest dir ein richtig geiles Leben kreieren? Cool, hier ist die nächste Möglichkeit:

4 comments

  • Claudia

    Klasse !
    endlich jemand, der diese Seite dieser Stimmung als wunderbaren Katalysators aufzeigt !
    Das ist so öffnend und konstruktiv . . . Danke

  • Liebe Carolin,

    sehr guter Ansatz, danke dafür! Ich merke, dass ich bei dem Thema noch dazulernen darf 😉

    Und dann habe ich mir gerade meine aktuelle Neid-Kolumne durchgelesen und dachte: Haha, ich glaube, ich bin auf einem verdammt guten Weg 🙂
    https://reisezutaten.de/fernweh/

    Liebe Grüße
    Mischa

    • Carolin

      😀
      Mal wieder zwei umtriebige, freiheitsliebende Roadtrip-Fans, ein Gedanke! *lol*
      Super Artikel!
      Hab übrigens schon entscheiden, dass es von Mitte Nov 17 bis Mitte Jan 18 keine Coachings bei mir gibt. Stattdessen Workation mit Sonne und Meer 🙂
      Bin gespannt, wo’s dich hin verschlägt!

      Liebe Grüße,
      Carolin